JAGDTRIEB – MEIN HUND EIN JÄGER

Jagen ist ein artentypisches Verhalten und in der Genetik des Hundes verankert.

Da das Jagen angeboren ist, kann es in jeder Rasse vorkommen, auch bei Labradoodles. Es zeigt sich in unterschiedlichen Formen, abhängig vom Körperbau, der Gesundheit des Hundes (sportliche, schlanke, athletisch gebaute Hunde hetzen zb lieber) und den jeweiligen persönlichen Vorlieben jedes einzelnen Hundes.

Hunde mit jagdlicher Motivation benötigen ein spezielles Training, welches mit großem Zeitaufwand verbunden ist. Warum ist das so?

Bei artentypischen Verhalten wird das immer gleiche Verhalten mit nur geringer Abwandlung gezeigt. Der Hund ist sehr unflexibel in der Änderung des gewünschten Verhaltens und zeigt das Verhalten gleichzeitig aber mit einer extrem hohen Zuverlässigkeit. Der Hund reagiert meist auf einen bestimmten Auslöser, und auf diesen Auslöser wird mit hoher Zuverlässigkeit immer wieder das entsprechende unflexible Verhalten gezeigt. Jagen schüttet Hormone aus, und diese vermitteln dem Hund ein gutes Gefühl. Das selbstbelohnende Verhalten möchte er wieder erleben. Diese Konstellation macht das Training aufwändig und langwierig. zB. Radfahrer (Beim Radfahrer kann zb der Auslöser das von hinten vorbei Fahren sein).

Hat ein Hund jagen für sich entdeckt, ist dieses Verhalten nicht wegtrainierbar, da er dieses Verhalten in seiner genetischen Disposition mitbringt. Sie können aber durch richtige Trainingsmaßnahmen dem Jagen vorbeugen. Gezieltes Jagdkontrolltraining, wesensgerechte Auslastung und Beschäftigung und vor allem die Schaffung von Alternativerhalten sind in diesen Fällen wichtig.

Die Jagd besteht aus einer Verhaltenskette, die sich aus verschiedenen Puzzlesteinen bzw. Bausteinen zusammensetzt. Jeder Hund hat bestimmte Vorlieben und kann ein oder mehrere dieser Bausteine unabhängig voneinander zeigen.

Jagd Verhaltenskette-page-001

Jagt Ihr Hund bzw. hat Ihr Hund gejagt, bringt es nichts Ihren Hund dafür zu bestrafen. Suchen Sie sich einen guten Trainer, lernen Sie die Körpersprache kennen und achten Sie auf die Signale ihres Hundes. Lesen und lernen Sie mehr über Jagdverhalten. Lassen Sie Ihren Hund an der Leine und vermeiden Sie selbsterlebte Erfolgsmomente (erneutes Jagen). Eruieren Sie die Auslöser.

Welpen und Junghunde

Es ist sinnvoll jagen nicht beim Spiel mit dem Hund zu fördern. Wir raten keine Bälle zu werfen, da es hetzen fördert, für die Gelenke ungesund ist und den Hund nur unnötig in einen erhöhten Erregungslevel bringt. Stattdessen sind ruhige Aufgaben, wie Intelligenzspiele, Suchaufgaben bzw. Nasenarbeit eine ideale Auslastung für Labradoodles.

Beiträge über Jagdverhalten

Verhalten benennen Hier ein wunderbarer Artikel über Anti-Jagdtraining – Verhalten benennen.

Impulskontrolle: Das 10 Leckerchen Spiel – Anleitung gibt es hier

Anti-Giftköder-Training: Ideen zum erfolgreichen Anti-Giftköder Training gibt es hier.

Jagen: Hier einige Ideen zum Jagdtraining