KIND & HUND

Studien zeigen das die Haltung von Hunden für Babys und Kinder positive Effekte haben bei

  • ALLERIGEN : Hunde reduzieren die Wahrscheinlichkeit für Babys an Allergien oder Asthma zu erkranken.
  • STRESS: Hunde haben eine stressreduzierende Wirkung auf Kinder.

Ein Hund ist eine Bereichung für das Leben von Kindern, trotzdem darf nie vergessen werden das Hunde eigene Bedürfnisse haben und auch auf diese Rücksicht genommen werden muss.


Bissverletzungen durch den Hund – Risikogruppe Kind

  • Meist sind Kinder von Biss-Unfällen betroffen
  • 60% der Kinder sind unter 15 Jahren
  • Die größte Risikogruppe sind Kinder zwischen 5 und 9 Jahren
  • 2/3 der betroffenen Kinder sind Jungen

Zusammenfassend kann also gesagt werden; Buben zwischen 5 und 9 Jahren stellen die höchste Risikogruppe dar. – Artikel

Hundebesitzer sind für Ihren Hund verantwortlich, für den richtigen Umgang zwischen Kind und Hund, aber auch in der Schulung der eigenen Kinder im Umgang mit dem eigenen und fremden Hund.


Rasse Bissverletzungen Statistik

Eine amerikanische Studie hat Daten zu Bissverletzungen analysiert.  An erster Stelle mit den meisten Unfällen war mit 38,5% der Pittbull, gefolgt mit 13% Mix Breed (Mischlinge) und mit 8,1% der Labrador. In der Statistik muss allerdings berücksichtigt werden, dass Bissunfälle mit kleinen Rassen wie z.B. Dackel oder Chihuahua aufgrund der geringen Verletzungen nicht vollständig erfasst werden. Für kleine Verletzungen wird kein Krankenhaus aufgesucht und deshalb wird bei kleinen Rassen von einer höheren Dunkelziffer ausgegangen.  Weiteres wird in den Statistiken nicht die Populationsgröße (Verbreitung  einer Rasse) in Zusammenhang der Bissunfälle berücksichtigt. Jeder Hund, jeder Rasse kann zubeißen, auch wenn er sonst nie auffälig war. Ihr Hund kann unbemerkt schmerzen haben (aufgrund einer Erkrankung oder wegen fortschreitenden Alters, Läufigkeit), aber auch das Wetter hat auf manche Hunde einen Einfluss auf deren Gemüt. (Gewitter, Hitzeperioden).

Characteristics of 1616 Consecutive Dog Bite Injuries at a Single Institution https://www.researchgate.net/publication/305270428_Characteristics_of_1616_Consecutive_Dog_Bite_Injuries_at_a_Single_Institution

Familienfreundliche Rassen?

In der oben angeführten Darstellung findet sich auch der Chockapoo und der Goldendoodle. Gerade diese Rassen gelten als familienfreundlich, wie auch der Pudel, der Cocker Spaniel und Golden Retriver. Warum gib es auch bei diesen Hunden Unfälle? Gerade weil diese Hunde als familienfreundlich „deklariert“ werden sind Menschen im Umgang mit diesen Hunden unvorsichtig bzw. setzen Ihre Vierbeiner allzu oft unangenehmen Situationen aus. Außerdem fehlt vielen Ersthundebesitzern die Erfahrung und Interpretationsfähigkeit der Hunde-Körpersprache. Oft wird ein Hund für das Kind angeschafft (damit das Kind einen besten Freund hat, als Seelentröster, als Ersatz für einen Verlust oder beeinflusst durch Filmhunde wie Lassie) mit unrealistischen Erwartungshaltungen an den Hund. Hier werden die Bedürfnisse der Kinder, über die Bedürfnisse der Hunde gestellt und Konflikte sind vorprogrammiert. Aufgrund ihres niedlichen Looks, welches an einen flauschigen Kuschel-Teddybär erinnert, akzeptieren Kinder aber auch Fremde nicht die Individual-Distanz eines Hundes. Das flauschige Fell ist verführerisch und viele wollen ungefragt diese Hunde streicheln. Besonders der Umgang mit Menschen und Kindern wird von Hunden vorallem durch Sozialisation erlernt. Deshalb muss der Züchter, aber auch der Hundebesitzer den Hund positive Lernerfahrungen mit Kindern ermöglichen.

Wenn Sie sich für einen Australian Labradoodle, Labradoodle, Goldendoodle, Chockapoo als Familienhund entscheiden, ist der Schlüssel für ein schönes Zusammenleben eine gute Sozialisierung, eine liebevolle Bindung, Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse eines Hundes und die Schulung der Wahrnehmung der Körpersprache des Hundes.


Wann passieren Bissunfälle?

Hundebissunfälle passieren vorallem in der eigenen Familie oder im Freundeskreis. Bei Nachbarn, Geschwistern, Onkel oder Tante, Großeltern, Freunden.

Leider zeigt sich in Unersuchungen das Hundebsitzer ihren Hund falsch einschätzen und Stresssignale nicht wahrnehmen.

  • Fehleinschätzung: Hundebsitzer schätzen die Körpersprache ihres Hundes in Interaktion mit Kindern schlechter ein als Nicht-Hundebsitzer.
  • Erfahrung hilft: Eine Studie zeigt, je mehr wir über Hunde Körpersprache wissen, desto eher schäzen wir Hunde richtig ein.

Tipps – Eltern

Family Paw Parent Education -https://www.familypaws.com/


Tipps – was Kinder wissen müssen

  1. Kinder müssen die Körpersprache von Hunden lernen (Wann is der Hund glücklich, wann gestresst).
  2. Schlafende Hunde sollen nicht gestört werden.
  3. Ressourcen des Hundes (Spielzeug, Fressen, Knochen) gehören dem Hund und dürfen nicht angegriffen werden.
  4. Spiele zwischen Hund und Kind müssen sinnvoll gewählt werden.  Gut sind ruhige Schnüffelspiele, Suchspiele. Auf keinen Fall ist ein Fangen-Verfolgungs-Spiel geeignet.
  5. Kinder sollten lernen wie ein Hund richtig gestreichelt wird. (Umarmungen mögen Hunde in der Regel nicht)
  6. Hunde brauchen Ruhe und dürfen nicht als Dauer-Bespaßer gesehen werden. Hunde sind nicht da um verkleidet zu werden.
  7. Hunde sind keine Kinder-Sitter. Kind und Hund dürfen nicht unebaufsichtigt agieren.
  8. Verfressene Hunde sollten bei Mahlzeiten vom Kind getrennt werden (damit kein Essen gestohlen werden kann)
  9. Hunde sollen nicht unerlaubt in ein Kinderzimmer gehen dürfen.
  10. Vermeiden Sie das Kinder direkt Kopf an Kopf stehen bzw. direkt vor der Nase in die Augen starren.

Zusätzlich gilt beim Umgang mit unebkannten Hunden

  1. Fremde Hunde dürfen nur nach Rücksprache des Erwachsenen gestreichelt werden.
  2. Hunde hinter Zäunen, in Autos, hinter einer Absperrung oder an der Leine sollten nicht beachtet  werden. Kein Hund sollte angestarrt, angegriffen oder angeredet werden.

Damit ein harmonisches Zusammenleben gelingt, müssen Hundebesitzer Regeln im Umgang zwischen Kind und Hunde beachten. Auch Kinder müssen lernen wie man richtig mit Hunden umgeht. Hier zu gibt es einige Programme und Angebote.


Fortbildungsmöglichkeiten

Hundebissprävention  „Der Blaue Hund“ – The Blue Dog
Für 3 bis 6 jährige Kinder

The Blue Dog Projekt  oder auf DVG

Kind und Hund Lehr-DVD von Schwangerschaft bis Kleinkindalter

Dog & Baby Connection / Dogs & Storks
Für Schwangere und Eltern mit Kindern bis 3 Jahren
www.familiemithund.info

Hundesicherheitstraining
Gruppentraining, Workshops, Einzelcoaching für alle Altersklassen
www.hundesicherheitstraining.at

Tierschutz macht Schule
Pet Buddy Tierschutzausbildung/Workshop für Kids Workshop für Kinder
www.tierschutzmachtschule.at

Kinder-Tier-Workshops und Erste-Hilfe-Kurs für Hunde
www.kleintierzentrum.at

Hunde Kinder-Workshop

Dogs Trust – Education for Kids

Free Learning Resources for Kids (english)

Englische Webseiten

Doggone Safe

Family Paws Parent Education

ONLINE-Buch und Guide für Kinder – KOSTENLOS

Tapsi komm!

12 Regeln für den Umgang mit dem Hund


Geräusch Gewöhnung auf Baby Geschrei

Der Einzug eines Babys und die damit verbundenen Geräusche können für einen Hund sehr mit Stress verbunden sein. Um den Hund vorab daran zu gewöhnen können unterschiedliche Baby Geräusche abgespielt werden. Hier finden Sie einen Link auf dem kostenlos Geräusche zur Verfügung gestellt werden. Geräusch Therapie – Baby


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