PARASITEN

Zecken, Flöhe, Milben, Würmer

Auf der Webseite von ESCCAP (European Scientific Counsel Companion Animal Parasites) Vereinigung von Veterinärparasitologen finden sie eine unabhängige, fachlich fundierte und verständliche Informationen zu Parasiten bei Hunden.

Weitere Informationen gibt es in vielen Sprachen auch auf www.parasiteparty.com oder auf  www.parasitenportal.de

Parasiten Belastung in Österreich & Europa

Auf FleaTick Risk können Sie mittels meteorologische Methode, das Vorkommen und die Aktivität von Parasiten ansehen. Die wöchentlich aktualiserten Landkarten ermöglichen es, das Risiko ​eines Befalls mit Zecken, Flöhe, Moskitos und Sandmücken für Europa vorher zu sagen.

Reisen mit dem Hund

Prüfen Sie vor einer Reise den richtigen Parasitenschutz. Hier gehts zum Reisetest

Zoonosen

Zoonosen sind von Tier zu Mensch und von Mensch zu Tier übertragbare Infekionskrankheiten. Gegenwärtig sind ca. 200 Krankheiten bekannt. Parasitärer Befall ist also nicht nur für unsere Hunde unangenehm und kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Es kann auch Gefahren für alle im Haushalt lebenden Menschen darstellen. Auflistung der Krankheiten finden Sie im Zoonosen Lexikon

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt

Die Wahl des Parasitenschutzes ist eine individuelle Entscheidung, abhängig vom Hund und den Haltungsbedingungen (sind zB Urlaubsreisen ins Ausland geplant, leben andere Tiere zB Katzen oder Kinder im Haushalt). Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über die Möglichkeiten und unterschiedlichen Produktangebote.

Kaufen Sie Präparate vom Tierarzt. Diese werden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Verträglichkeit geprüft.

Präparate welche im freien Handel angeboten werden gelten als Pflegemittel und müssen nicht dieselben Nachweise bringen welche bei Arzneiprodukten vorgeschrieben werden.


Zecken

Zecken verursachen Hautreizungen, Juckreiz und können auch schwerwiegende Erkrankungen übertragen.

Der Zeck ist möglicher Überträger von Borreliose, Babesiose, Anüplasmose, Ehrlichiose, Heptazoonose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

Um Erkrankungen zu vermeiden werden Vorbeugungsmaßnahmen empfohlen.

  1. Absammeln. Bevorzugte Bissstellen sind: Schenkel- und Ellbogenfalte, Ohrränder, Schnauze und zwischen den Zehen. Leider ist es bei Langhaarrassen schwierig den Körper auf Zecken zu untersuchen. Zwischen dem dichten Fell kann man schnell den frühen Befall übersehen. Aus diesem Grund ist ein gutes Zeckenschutzmittel besonders wichtig.
  2. Zeckenschutzmittel: Als weitere Vorbeugung sollte ein wirkungsvoller Zeckenschutz gewählt werden. Es gibt unterschiedliche Präparate mit verschiedenen Wirkmechanismen. Die Wahl muss auf die Region bzw. Reiseziele, sowie im Haushalt lebende Tiere und Menschen abgestimmt werden. An der Vetmed Wien wurden Zeckenschutzmittel untersucht. Ein Interview zum Thema Zeckenschutz mit Univ.-Prof. Dr.med.vet. Anja Joachim Dipl.EVPC finden Sie hier.  Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten um das optimale Schutzmittel zu finden.
  3. Borreliose Impfung beim Hund. Die Borreliose Impfung schützt nicht vor einem Befall, sondern nur vor der Infektionskrankheit Borreliose und Babesiose. Achtung: Borreliose gehört zu den Zoonosen.


Würmer

Die Ansteckungsgefahr von Würmern ist das ganze Jahr, bei allen Hunden, ungeachtet ihres Alters möglich. Die Wurmeier können überall vom Hund aufgenommen werden. In der Wiese, im Wald oder in der Stadt.

Achtung: Würmer gelten als Zoonosen. Eine regelmäßige Entwurmung beim Hund ist deshalb sinnvoll. Tabletten erhalten sie von ihrem Tierarzt.

Wie oft ihr Hund entwurmt werden soll, können sie mittels Online-Test herausfinden. Hier gehts zum Entwurmungstest

Die ESCCAP emfpiehlt Hunde 2-3 Wochen vor einer Impfung zu entwurmen. Weitere Infos gibt es auf ESCCAP.


Flöhe

Flohbisse können erhebliche gesundheitliche Probleme mit sich bringen. Durch den Flohbiss entsteht ein Juckreiz wodurch sich der Hund vermehrt kratzt. Durch die Bisse und das Kratzen entstehen Wunden, diese können zu Entzündungen führen.

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Außerdem kann der Juckreiz so stark sein, dass Hunde nicht mehr in Ruhe durchschlafen können. Sie werden unruhig, sind unausgeruht und die Bissschmerzen können auch zu einer Wesensveränderung (Verhaltensauffälligkeit) beim Hund führen. Außerdem ist es möglich, dass Hunde gegen Flohbisse allergische Reaktionen auf den Flohspeichel (Flohallergie) entwickeln. Zudem können Flöhe Krankheiten und Parasiten übertragen. Den Gurkenkernbandwurm, Kykoplasmen, Richettsien uvm.

Wenn Sie einen Floh auf ihrem Hund finden, können sie davon ausgehen das mindestens zehn weitere in der eigenen Wohnung sind. Wenn man diese Faustregel berücksichtigt wird einem Klar, wie wichtig die Flohprophylase als Hygienevorsorgen für das eigene Tier, aber auch für uns Menschen und unser Lebensumfeld ist.

Ein guter, vorbeugender Schutz ist deshalb wichtig. Es gibt eine Reihe von Flohmitteln (Halsband, Spot on Präparate, Flohpuder). und ihr Tierarzt ist bei der Vielzahl der Angebote die richtige Ansprechperson.

Beachten Sie auch, dass ein Flohschutz auch im Winter notwendig ist.

Mehr Informationen über Flöhe gibt es auf Flohstopp.


Hilfe mein Hund hat Flöhe!

Wenn Sie Flöhe festgestellt haben sollten Sie wie folgt vorgehen.

Tierarzt aufsuchen

Suchen Sie den Tierarzt und die Drogerie auf um alle nötigen Utensilien zu kaufen.

Sollte die Entdeckung am Wochenende gemacht worden sein, warten Sie nicht sondern suchen sie zur Not auch eine Not-Apotheke auf. Meist habe diese auch die nötigen Präparate (außer die Wurmtablette).

Hund behandeln

1)     Hund (alle Hunde im Haushalt) mit einem Floh-Shampoo waschen (am besten giftfreie Produkte (Neem Tiershampoo)
2)    Flohschutz mit Sofortwirkung (Halsband oder Tablette) geben
3)    Entwurmungstablette allen im Haushalt lebenden Hunden geben (wichtig)
4)     Bissstellen mit Bepanthen Wundpflege behandeln (Infektionsgefahr)

Wohnung und Auto reinigen

1) Flohfreie Möbel: Alle Liegeplätze, Plätze wo der Hund liegt/berührt in eine Plastiktüte packen und bis zur Verarbeitung verschließen.
a.       Waschen bei 60 Grad
b.      Einfrieren 1 Tag
c.       Mit Kieselgur Bio Insektenpulver einsprühen.
2)   Räume, Ritzen, Möbel absaugen
3)      Als nächstes Boden mit einer Wassermischung aus Lavendelöl/Zitronenöl und Spülmittel aufwischen
4)      Kästen ebenfalls mit  der Wassermischung auswischen und frisch mit Zedernholzöl einsprühen
5)     Erneut trockene Räume mit Kieselgur (alle Ritzen) aussprühen.
6)    Die Bodenreinigung und Ausbringung von Kieselgur in den nächsten Wochen wiederholen.