Welpen Sozialisierung

Was ist Welpen Sozialisierung?

Die Sozialisierung ist ein Prozess der Eingliederung bzw. Anpassung des Hundes in die ihn umgebende Gesellschaft und Kultur. In der Sozialisation lernt der Hund Verhaltensstandards, seine Rolle als Familienhund, seine soziale Fähigkeiten im Bezug auf Menschen, anderen Tieren und Artgenossen. Die Sozialisierung führt dazu, dass ein Hund ein verhaltenssicheres soziales Wesen wird.

Ein guter Züchter beginnt mit der Sozialisierung bereits in der Welpenstube. Ab dem Zeitpunkt der Übernahme des Welpen sind die Familien gefordert sich um die Sozialisation ihres Hundes zu kümmern.

Wann muss die Welpen Sozialisierung stattfinden?

Bei Welpen findet bis zur 12. bzw. 16. Lebenswoche die Sozialisierungsphase statt. In diesem Zeitfenster sollten sie besonders intensiv (evtl. mit Hilfe eines Trainingsplans) versuchen die einzelnen Sozialisierungs-Bausteine zu erarbeiten.  Aber wer denkt Prägung beim Züchter bzw. in den ersten Wochen sei ausreichend der irrt. Die erlernten Erfahrungen müssen in der Junghundephase wieder erlebt und aufgefrischt werden. Beachten sie bei „Winterwelpen“ das auch diese bei Schnee trotzdem regelmäßig zB Rad Fahrer treffen sollten. Hier sind Kreativität und besondere Überlegungen notwendig um Welpen mit Objekten bzw. Dingen zu konfrontieren.

Wie soll ich die Sozialisierung durchführen?

Achten sie bei Lernerfahrungen dass ihr Hund keine Stresssignale zeigt. Wenn er dies tut ist die Übung bereits zu schwierig. Ihr Hund nimmt auch ihre Emotionen war. Versuchen sie deshalb selbst ruhig, fröhlich und mit positiven Gedanken an das Training zu gehen.

Bei allen neuen Übungen sollten sie dem Welpen Zeit geben im eigenen Lerntempo Dinge zu entdecken und zu erlernen. Lernen sie in kleinen Schritten und achten sie auf die Körpersprache ihres Hundes. Meistert dieser die Herausforderung problemlos kann die Schwierigkeitsstufe erhöht werden.

Der Welpe sollte die Erfahrung freiwillig, ohne Zwang oder Druck durch den Menschen erleben. Die entgegengebrachte Geduld schafft Vertrauen und fördert die Bindung.

Ziehen sie den Welpen nicht an der Leine, oder setzen sie diesen nicht direkt in die neue Herausforderung. Versuchen sie den Hund auch nicht mit einem Leckerli zu locken oder etwas zu erzwingen.

Meist braucht der Hund einfach etwas mehr Zeit oder sie versuchen es an einem anderen Tag nochmals.

Verstärken sie eine positive Erfahrung durch eine entsprechende Belohnung. Besondere Leistungen verdienen auch besonders gute Belohnungen (Leckerli). Ihr Welpe leistet in dieser Zeit sehr viel, deshalb kann man diesen auch für das tolle Verhalten loben.

Beispiele:

Schwimmen lernen. Gehen sie an eine flache, ruhige Wasserstelle und lassen sie den Hund selbst das Wasser erkunden. Vielleicht unterstützen sie den Welpen indem sie selbst in das Wasser gehen. Zwingen sie den Hund nicht oder versuchen sie auch nicht durch Leckerli das er in das Wasser springt. Vielleicht ist es einfach zu kalt und er hat keine Lust auf nasse Pfoten.

Stark befahrene Straße. Eine Straße mit starkem Verkehr kann auf Hunde beängstigend wirken. Gehen sie zunächst an einer Seitenstraße mit Blickfeld zu einer größeren Straße spazieren und nähern sie sich langsam je nach Stresslevel des Welpen der großen Straße. Wenn der Hund ängstlich reagiert müssen sie die Distanz vergrößern und langsamer vorgehen. Evtl. müssen sie an einem anderen Tag die Übung weiterführen oder wiederholen.

Wie viel und oft soll ich meinen Hund mit Dingen konfrontieren?

Es empfiehlt sich in den ersten Wochen einen Plan zu erstellen damit man nicht zuviel übt und somit den Welpen überfordert. Die Übungen sollten Abwechslungsreich mit unterschiedlicher Schwierigkeitsstufe und in unterschiedlicher Trainingsdauer sein. Nach 15 Minuten Training sollte der Welpe die Möglichkeit zur Pause erhalten. Pausen sind wichtig für die Verarbeitung.

Kein Welpe ist gleich. Jeder hat stärken, schwächen und unterschiedliche Ängste. Grundsätzlich sollte jede Situationen ein paar Mal geübt werden. Bei ängstlicher Reaktion muss man die Aufgabe einfacher gestalten und evtl. diese Situationen öfters üben.

Jede Übung sollte immer positiv Enden.

Was soll ich bei negativen Erfahrungen machen?

Die Erfahrungen sollten in der Sozialisierungsphase vor allem positiv sein und Spaß machen.  Eine negative Erfahrung benötigt zum Ausgleich eine Vielzahl an positiven Erfahrungen. Wie viele positive Erfahrungen nach einer negativen Erfahrung nötig sind hängt vom Individuum und von der Schwere der negativen Prägung ab.

Ein Beispiel ist hier der Arztbesuch, aber auch negative Hundebegegnungen (Bissverletzungen), negative Erfahrungen mit Menschen (zB Kind zieht an den Ohren) etc. könnten hier als Beispiel gebracht werden.

SOZIALISIERUNGS BAUSTEINE

Was soll ich mit meinem Hund in der Sozialisierungsphase unternehmen?

Die Sozialisierung besteht aus mehreren Bausteinen und hängt davon ab, welche Ansprüche sie an den Hund stellen bzw. mit welchen Dingen ihr Hund sich der Zukunft auseinander setzen muss. Es wir in folgende Punkte unterteilt. Tiere, Menschen, Orte, Körperwahrnehmung, Körperberührungen und Geräusche.

HUNDE

Ein Welpe sollte während der Sozialisierungsphase möglichst viele unterschiedliche Hunderassen sehen und auch mit gut sozialisierten Hunden direkten Kontakt erhalten. Ein Welpe solle bis zur 16. Lebenswoche ca. 50 Hunde sehen. Schüchterne oder extrem stürmische Hunde brauchen mehr Kontakt und Übung als andere Welpen.

Ideal ist es, wenn der Hund verschieden aussehende Hunde trifft.

Die Hundewelt ist bunt. So gibt es große wie kleine Hunde, Welpen, Junghunde oder Senioren, Hunde mit körperlichen Beeinträchtigung, Hunde mit Steh- oder Hängeohren, Hunde mit Ringelrute, besonders dünn gebaute Hunde, Hunde mit unterschiedlichen Fellstrukturen (dichtes Fell, aber auch Hunde mit wenig Fell), unterschiedliche Fellfarben (schwarze Hunde), Hunde mit besonderen Markierungen im Gesicht (Masken um die Augen), Hunde mit falten oder sehr flachem Gesicht und Hunde mit unterschiedlichen Gangbildern (staksig, steif, tänzelnd, etc.) und verschiedene Spieltypen.

Soll ich meinen Hund bei Begegnungen mit allen Hunden zusammen lassen?

Ein direkter Kontakt (beschnüffeln) muss nicht mit jedem Hund stattfinden. Wichtig ist, dass der Welpe entspannt andere Hunde in seinem Umfeld wahrnimmt, akzeptiert und als normal ansieht. Zwingen sie ihren Welpen bzw. Junghund nie zu einer Begegnung.

Um negative Hundebegegnungen zu vermeiden ist es in der Welpen und Junghundephase besser sich die Spielpartner genau anzusehen. Immerhin sind die Spielpartner auch ein Vorbild  und prägen dessen Einstellung über Artgenossen. Achtung bei zufälligen Begegnungen. Nicht jeder Besitzer kennt seinen eigenen Hund bzw. schätzt diesen im Umgang mit anderne Hunden oft harmloser ein als es in Wirklichkeit ist..

Wie kann ich sicher sein das die Spielkontakte positiv sind?

Eine geleitete Welpenspielgruppe bei guten Trainern ist sehr wertvoll und zu empfehlen. Viele gute Hundeschulen bieten aber auch für Junghunde und erwachsene Hunde überwachte Spielgruppen an. Tauschen sie in der Trainingsgruppen mit anderen Besitzern Nummern und verabreden sie sich mit Hunden welche sich gut verstehen. Ein Hund braucht nicht hunderte Spielkameraden, es reichen ein paar innige Hundefeunde mit gleichem Spieltyp. Vielleicht kennen sie im Umfeld gut sozialisierte Hunde die häufiger mit anderen Hunden ein schönes Spiel zeigen. Bei fremden bzw. unbekannten Hunden können sie das Verhalten des Hundes, evtl. in Interaktion mit anderen Hunden bzw. auch die Besitzer beobachten und dann entscheiden ob der Kontakt für ihren Hund gut ist.

Bei jeder Begegnung ist es wichtig dem eigenen Hund aus unangenehmen Situationen zu helfen bzw. sollte er Schutz suchen diesen auch zu gewähren. Es ist wichtig dass sie während dem gesamten Spiel ein Auge auf ihren Hund haben und auch die Verantwortung übernehmen wenn  ihr eigener Hund anderen Hunden gegenüber zu aufdringlich ist.

Ist Hundekontakt an der Leine gut oder schlecht?

Hunde können an der Leine nur schwer bis gar nicht eine artgerechte freundliche Hundebgrüßungen durchführen und richtiges Spielen ist nicht möglich. Die Leine kann Hund oder/und Mensch verletzen. Durch den fehlenden Bewegungsradius können Konflikte entstehen. Außerdem sollten Sie sich bewusst sein, dass in einer Konfliktsituation mit einem anderen Hund der eigene Hund nicht flüchten kann. Bei einer negativen Erfahrung an der Leine kann der eigene Hund die Leine als etwas Negatives verknüpfen. Durch die fehlende Möglichkeit einer Flucht kann ein Hund seine Verhalensstrategie ändern und in den Angriff (verbellen, knurren, etc.) übergehen.  Im Alltag ist es für das spätere Leben eines Hundes einfacher wenn dieser von Anfang an lernt, dass an der Leine kein Hundekontakt stattfindet. Diese Einstellung senkt von vornherein das Risiko das der Hund später bei Hundesichtung zu ziehen beginnt. Direkte Hundekontakte sollten immer ohne Leine stattfinden.

Ein Grundsatz unter Hundehaltern: Ist ein Hund an der Leine, leint man den anderen Hund ebenfalls an. Was tun wenn der andere Halter seinen Hund nicht anleint? Vielleicht können sie die Begegnung vermeiden indem sie umdrehen oder unter großem Abstand vorbei gehen.  Geht dies nicht und eine Begegnung ist nicht zu vermeiden leinen sie ihren Hund ebenfalls ab (sofern die Umgebung sicher ist und keine Autos etc. in der Nähe sind). Ihr Hund hat so wenigstens die Möglichkeit freundlich auf den anderen Hund zuzugehen bzw. kann im Notfall flüchten.

Gelber Hund: Eine gelbe Schleife um Hals oder Leine bedeutet das der Besitzer bzw. Hund keinen Kontakt möchte. Gründe hierfür können sein: Ängstlich, Aggressiv, Läufig, Alt und Krank, Trainingseinsatz. Bitte nehmen sie auf Hunde mit der Schleife Rücksicht indem sie auch auf einen entsprechenden Abstand zwischen den Hunden achten.

TIERE

Neben Hunden gibt es auch viele unterschiedliche Tiere die uns im Alltag begegnen können. Katzen, Pferde, Hühner, Kühe, Schafe trifft man immer wieder auf Spaziergängen. Es lohnt sich mehrmals einen Bauernhof, Wildgatter und/ oder Zoo zu besuchen.

MENSCHEN

Im Laufe der Welpen Phase sollte ihr Hund mit unterschiedlichen Menschen in Kontakt kommen.

Kleine wie große Menschen, dicke oder dünne Personen, krabbelnde oder schreiende Babys, Kinder, Jugendliche, Männer und Frauen, ältere Menschen, Personen mit körperlichen Einschränkungen, Menschen die laut oder tief sprechen, Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben, Sprachen bzw. unterschiedlicher Herkunft etc…

Menschen mit unterschiedlichen Looks. Menschen mit Brillen, Bartträger oder mit einem besonders großen Hut, Einkaufstaschen etc…

Menschen mit Gegenständen. Menschen auf dem Rad, Rollstuhfahrer, Kinderwagen, Regenschirm….

Körperpflege

Ihr Hund sollte an Körperpflege und Berührungen gewöhnt sein. Nicht nur die Pflege (Haare waschen, bürsten, Zahnreinigung, Zecken entfernen, Haar schneiden, Ohren putzen, Krallenpflege), sondern auch besuche beim Frisör oder beim Tierarzt sollten Stressfrei stattfinden. Falls sie wissen möchten wie entspannte Tierarztbesuche bzw. Fellpflege trainiert werden kann, dann empfehle ich ihnen die DVD von Viviane Theby.

Behandlungstraining für Hunde: Entspannt durch den Alltag- von der Fellpflege bis zum Tierarztbesuch

Die Beispiele / Übungen sind auch eine gute Beschäftigung und Auslastung für ihren Hund, stärkt die Selbstsicherheit und Bindung zwischen Mensch und Hund.

ORTE

Ihr Hund sollte die gesamte Umwelt kennenlernen, in der er die restlichen Lebensjahre verbringen wird. Alltägliche Spazierrouten führen über Brücken, in Cafes, Einkaufzentren, kreuzen Schulen, Kindergärten oder Spielplätze. Vielleicht nutzen sie regelmäßig das Parkhaus, Radwege, Gehwege, stark befahrene Straßen, aber auch Feldwege oder Waldgebiete.

Der Hund sollte sie auch bei ihren Hobbys begleiten. Camping, besuche des Reiterhof, Hausbot . Wanderungen, uvm. Alles was zu ihrem Leben gehört sollte auch ihr Welpe erleben.

Außerdem sollte er auch Dinge kennen die nicht Alltäglich sind. Baustellen, Faschingsumzüge, Messen, Benutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel (Bahn fahren), etc… sollten deshalb auch geübt werden.

 

GERÄUSCHE

Ein Hund sollten mit vielen Geräuschen ohne Angst oder Stresssignal umgehen können.

Hubschrauber, Rasenmäher, Staubsauger, Musik, Lautsprecher, Motorrad, Gewitter, etc…

Auf der englischen Webseite von Dogs Trust werden kostenlose Geräusche für eine Geräusch Sozialisierung / Gewöhnung zur Verfügung gestellt.  Geräusch Therapie – Geräusch Übung

Körperwahrnehmung – Körpersicherheit

Ein starker Körper macht einen starken Geist. Eine gute Körperwahrnehmung bringt einen selbstsicheren Hund.

Welpen werden anfangs viel getragen. Aus diesem Grund sollten spezielle Trainings-Einheiten für die Körperwahrnehmung durchgeführt werden. Der Hund soll auf unterschiedlichen Strukturen bzw. Geräten laufen.

Unterschiedliche Untergründe: Asphalt, Stein, Glas (Glas-Treppen), Metall (Gitterböden), Feldwege, Waldboden mit Wurzeln oder höheren Gräsern, Wasser, Schlamm, Kies, etc.

Unterschiedliche Geräte: Baumstämme, Traktorreifen, Wippen, Hängebrücke, Stiegen, Stege, Balance Boards etc.

Nutzen sie jeden Ort und jede Gelegenheit sollten sie an außergewöhnlichen Untergründe oder Hindernisse vorbei kommen. Ausgezeichnete Hundeschulen verfügen über entsprechende Geräte und wenden diese regelmäßig im Training an.

Möchte man die Körperwahrnehmung des Hundes verstärken, kann auch mit der Tellington Touch Methode gearbeitet werden. Tellington Touch

Alleine bleiben

Zu den heutigen Anforderungen an unsere Vierbeiner gehört in der Regel die Fähigkeit einige Stunden alleine zu Hause zu bleiben. Stressfrei alleine zu bleiben muss von Welpen erlernt werden. Je nach Rasse und Persönlichkeit fällt es dem einen leichter von seiner Familie getrennt zu sein als dem anderen.

Beginnen sie am besten bereits in der Sozialisierungsphase mit dem Alleine bleib Training. Wie bei allen Übungen wird das Training in kleinen Schritten, zu unterschiedlichen Zeiten in das Alltagsleben eingebaut.

Anfangs suchen sie kurz einen anderen Raum auf (sie gehen auf die Toilette, gehen in einen anderen Raum um etwas zu holen, etc.). Bei der Rückkehr sollte dem Hund keine besondere Zuwendung geschenkt werden. Gehen und Kommen ist etwas Normales und muss deshalb auch nicht kommentiert werden. Achten Sie im Augenwinkel immer auf die Reaktion des Hundes. Solange der Hund keinen Stress empfindet ist es ein positiver Lernerfolg. Jammern, Winseln, Bellen, Hecheln würden anzeigen das die Trennung der kleinen Felsnase doch etwas zu unheimlich war. Hier haben sie dem Welpen schon zu viel zugetraut.

Sie können ihrem Hund auch eine Kaubelohnung geben welche während der Abwesenheit gegessen werden darf. Somit verbindet er ihr verschwinden mit etwas Positivem. Je besser die Belohnung desto eher wird er nicht erwarten können das sie den Raum verlassen.

Haben sie im Training Geduld, auch hier gilt das eigene Lerntempo jedes einzelnen Hundes zu berücksichtigen. In der Persönlichkeitsentwicklung jedes Hundes ist es normal dass auch Lernrückschritte passieren. Manche Hunde brauchen eben etwas länger, andere sind eben in diesem Bereich etwas schneller. Erzwingen sie nichts, bzw. werfen sie ihren Welpen nicht ins kalte Wasser indem sie einfach eine radikale Übung einlegen. Traumatische Ereignisse fördern vorhandene Ängste und schaden der Bindung.

Sollten sie nicht weiterkommen überlegen sie eine Übergangslösung bis der Hund alleine bleiben kann und holen sie einen Profi der sie unterstützt. Meist muss man nur ein paar Dinge im Setting verändern. Beispiele hierzu könnten sein: Vielleicht passt der Rückzugsort des Hundes nicht, vielleicht mag der Hund nicht das ganze Haus für sich sondern fühlt sich in einem Zimmer wohler.

Entspanntes Nichtstun

Es wird viel über die notwendige Auslastung von Hunden gesprochen, aber oftmals vergessen das Hunde auch das Nichtstun gewöhnt werden müssen. Besonders Hunde welche sehr unruhig und hibbelig sind benötigen hier eine extra Übungseinheit um zu lernen dass es Momente ohne Action gibt. Hunde müssen lernen wie sie sich in dieser Situation verhalten sollen. An bestimmten Orten wie Cafes oder Restaurants sollte ihr Hund erlernen ruhig zu sein.

Übungsidee Parkbank: Legen sie während einem Spaziergang eine Pause ein, lesen sie ein Buch und verweilen sie an diesem Ort einige Zeit. Sie werden rasch merken ob ihr Hund eher zu den geduldigen, gemütlichen Genossen gehört und döst oder eben etwas Übung im Nichtstun benötigt. Wiederholen sie die Übung an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten. Einmal vor dem Spaziergang, dann als Pause und auch nach dem Spaziergang.

Dem Welpen können auch unerschiedliche Entspannungstechniken helfen. Siehe Entspannung.

SOZIALISIERUNGSLISTE

Unser Sozialisierungsliste können sie als Übungsplan verwenden. Passen sie die Planung an ihren Allag, sowie die Persönlichkeit des Hundes an. Wiederholen sie einzelne Bausteine nach der Welpenzeit.

HUNDE

       1. Mal

 2. Mal 3. Mal

Anmerkung

Kleine

Mittel

Groß

Stehohren

Hängeöhren

Langhaar

Kurzhaar

Mit Rute

Ohne Rute

Behinderung

Welpen

Junghunde

Erwachsene Hunde

 

Tiere (Zoobesuch)

1 2 3

Anmerkung

Katzen

Hühner / Geflügel

Hasen / Meerschweinchen

Pferde

Schafe, Ziegen

Kuh

Wild

Zoo – Wildtiere

 

Körperkontrolle

1 2 3

Anmerkung

Ohrenkontrolle

Augenkontrolle

Maul, Zahn-Kontrolle

Pfoten berühren

Körper abtasten

Zähne putzen

Fieber messen

Bürsten

Zecken-Pinzette

Maulkorb-Training

Hoch heben

Hund körpernah halten

Geschirr anziehen

Halsband anlegen

 

Menschen

1 2 3

Anmerkung

Fremde (draußen)

Fremde (zu Hause)

Menschen mit tiefer Stimme

Bartträger

Babys

Schreiende Babys

Krabbelnde Babys

Kleinkinder

Jugendliche

Kinderwagen

Menschen mit verschiedenen Hautfarben

Alte Menschen

Menschen mit Behinderung

Menschen m. Krücken

Rollstuhlfahrer

Rollator

Mit Einkaufswagen

Mit großen Taschen

Sonnenbrillen

Kopfbedeckung/Helm

Mit Uniform

Mit Regenschirm

 

Alltagstraining

1 2 3

Anmerkung

Spazieren an Feldwegen

Spazieren befahrene Straße

Spaziergang Radweg

Nachtspaziergang

Spaziergang im Regen

Bus fahren

Zug fahren / Bahnhof

Auto fahren

Einkaufswagen nebenlaufen

Baustelle

Menschen besuchen

Besuch empfangen

Rasenmäher

Gartenarbeit (Geräte)

Restaurant/Cafe besuch

Einkaufszentrum

Geschäft betreten

Vor Geschäft warten (mit einem Familienmitglied)

Menschenansammlung

 Kinderspielplatz

Jahrmarkt

Musikkapelle

Drehtüren

Automatisch öffnende Türen

Lift

Waschstraße

Parkgarage

Tunnel

Flughafen

Durchsagen (Bahn, Flug)

Brücke- Unterführung

Brücke – Überführung

Treppe (verschiedene Materialien)

Verschiedene Bodenbeläge

 

Verkehr

1 2 3

Anmerkung

Radfahrer

Skateboard

Inlineskater

Tretroller

Auto

LKW

Moped, Motorrad

Straßenbahn

Bus

Baumaschine

Kutschen

Traktor